“Life is a tale, told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.”
Oder auch das Leben zwischen den Zeiten, man spricht nicht in der Gegenwart – das Wort ist nicht gegenwärtig ausgesprochen – aber durch und mit der Vergangenheit, dort wo das Gesprochene ganz eng mit der Tatsache verknüpft ist, dass man nie frei sprechen kann, ohne die Vergangenheit als Ausgangspunkt der Sprache zu sehen. Man spricht, weil man es bereits in der Vergangenheit so tat, man kann nur sprechen, wenn in der Vergangenheit schon gesprochen wurde.
Und doch ist es von sekundärer Bedeutung, die Zeitebenen der Sprache miteinander zu vergleichen, vielmehr sollte man überdenken, inwiefern man überhaupt noch das Bedürfnis verspürt, das Offensichtliche – also der Umstand der Sache, das Ding, das man sieht, den Laut den man vernimmt, die Materie, die man fühlen kann – zur Sprache zu bringen, wo doch die Geste in ihrer Nuanciertheit, dem mit sich selbst ringenden Wort zweifelsohne überlegen scheint. Oder projiziere ich hier eine filmische Wahrnehmung auf das “reale” Leben, was ja auch reiner Blödsinn wäre.
Der Herbst im Film, der Film über den Film, der Film über den Filmemachenden, der dem Prozess des Filmemachens untertan und unwürdig scheint, schaut er doch nur, kann er nicht die reelle Lebensweise, die er für so unabdingbar erachtet, zum Umstand seiner künstlerischen Sehnsucht machen. Er entfernt sich im Schaffensprozess immer weiter von dem ursprünglichen Standpunkt, dem Rohmaterial, dem tragischen Potenzial des Abgebildeten und wird zum Mathematiker, dessen Gleichung unmittelbar einer Lösung bedarf.
In erster Instanz sieht man Menschen, die etwas sehen, die am Schneidetisch einen Film betrachten, der uns Außenstehenden zur Sichtung verwehrt bleibt. Dem stoischen Blick zufolge wandelt sich diese Wahrnehmung aber dahingehend, dass man Menschen betrachtet, die einander, durch Filter/Ebenen betrachten; in diesem Fall die Reflektion des Zelluloids, die sich in den Augen der Protagonisten spiegelt. Der erwiderte Augenkontakt emuliert schon im nächsten Augenblick nicht mehr, was in dieser Reflektion seinen Ursprung fand. Quasi die Vergänglichkeit eines Blickes, da sind wir wieder bei der Vergangenheit und der Zeitebene, auch wenn es hier kaum von Bedeutung erscheint.
In zweiter und finaler Instanz sieht man entrückte Formen des Immergleichen, der Wald dessen strukturelle Konzeption der eines Beziehungsgeflechts ähnelt, die Architektur, die sich dem Wald angleicht, der Film im Film der in seiner aufgestellten Gleichung
dem nachkommt, was ein Leben so ausmacht – man stiehlt von etwas/jemandem, um den Zustand der Gegenwart aufgreifen und begreifen zu können.